Unsere Erfahrungen zu (schwedischen) Kleiderschränken…

…oder wie man sich die Feiertage auch gestalten kann…



Im Obergeschoss war im Grundriss immer eine kleine “Ankleide” eingeplant, eine Verlängerung im Flur in welcher mal Kleiderschränke aufgestellt werden sollten. “Irgendwann” sollten diese hier dann mal ihren Platz finden, zwischen den Feiertagen war es dann soweit.

Am flexibelsten schien das Schranksystem “Pax” von Ikea zu sein. Durch verschiedene Schrankbreiten lässt es sich in 25cm-Schritten planen und die Inneneinrichtung ist variabel. Also haben wir uns zwei Schränke zusammengestellt (der Onlineplaner ist hier eine wirklich gute Hilfe) und haben uns dann im Einrichtungshaus “vor Ort” noch die eine oder andere Inneneinrichtung angesehen (wo dann z.B. schnell die Wahl für Schubläden statt für offene Körbe gefallen ist).

Wir haben uns dann entschieden die Möbelteile online zu bestellen und liefern zu lassen, dieses hat auch sehr gut geklappt (man kann sich den Tag der Lieferung aussuchen und diese für den Vor- oder Nachmittag anmelden). Die Lieferung erfolgte – wie angekündigt – nach telefonischer Anmeldung und die Kartons wurden bis zum “Wunschort” geliefert – dieses bedeutete bei uns sogar die Lieferung bis in das Obergeschoss. Einziges Problem, welches aber schnell gelöst wurde: es fehlten drei Einlageböden, der Lieferdienst hat dieses aber umgehend bei Ikea gemeldet und etwa 30 Minuten nach der Lieferung meldete sich schon Ikea und teilte einen Liefertermin für die fehlenden Böden mit – auf Grund der Feiertage allerdings erst in zwei Wochen, was aber verständlich war.

Nun lagen also 6 Pax-Schränke, 9 Schubläden, 13 (-3) Fachböden und 9 Kleiderstangen, einzeln verpackt, im Flur. Bis zu diesem Zeitpunkt könnte man sagen: es hat alles gut geklappt, also konnte der Aufbau beginnen. Am Tag vor der Lieferung wurden bereits kleine Stücke aus Reste des Vinyl-Bodens zurechtgeschnitten und passend in der Ankleide zurechtgelegt, denn trotz des Aufbringens von Ausgleichsmasse und anschließendem Schleifens des Fußbodens als Vorbereitung für den Bodenbelag mussten einige Höhenunterschiede ausgeglichen werden.

Der Aufbau des ersten Schrankes dauerte dann über 2 Stunden. Wobei hier wirklich nur ein Korpus gemeint ist. Beim Auspacken stellte sich heraus das ein Boden- bzw. Deckenteil des Korpus kaputt war. Also wurde der nächste Karton geöffnet um ein heiles Schrankteil auszupacken. Da der Schrank auf Grund seiner Höhe nur im Stehen aufgebaut werden konnte war dieses eine – zu Anfangs – wackelige Angelegenheit, aber bei 6 Schränken hat man ja Zeit zu üben. Beim Aufbau des zweiten Schrankes fiel dann ein weiteres beschädigtes Bodenteil auf, beim Zusammenbau des dritten Schrankes ein weiteres. So waren also nach etwa 5 Stunden drei von sechs Schränken aufgebaut und standen – dank der Vorbereitung am Vortag – gerade an ihrem Platz. Beim Zusammenschrauben der einzelnen Korpusse war es von Vorteil, diese nicht nur – wie in der Anleitung beschrieben – im vorderen Bereich zu verbinden sondern auch im hinteren Bereich die Schrauben zu verwenden (diese lassen sich als Ersatzteil bestellen).

Ergebnis von Tag 1: nicht nur das drei Fachböden fehlten und drei Bodenteile defekt waren, auch mehrere Fachböden waren beschädigt so dass die weiteren Schränke nicht aufgebaut und die Inneneinrichtung des ersten – in voller Länge aufgebauten – Schrankes nicht vollständig eingesetzt werden konnte.

Da man also an Silvester nichts anderes vor hat wurden die weiteren Kartons geöffnet, weitere defekte Möbelteile ausgepackt und diese dann alle mal eben zu Ikea gefahren. Der Tausch vor Ort lief unkompliziert und nach etwas über einer Stunde konnte man mit vier neuen Bodenteilen und neun Fachböden (inklusive der fehlenden drei Böden) wieder den Weg nach Hause antreten.

Der Aufbau der drei weiteren Korpusse inklusive Inneneinrichtung zog sich dann einen weiteren Tag hin, aber die Ankleide war nun fertig und die alten Kleiderständer hatten ausgedient.

Welche Erfahrungen haben wir nun erhalten…?

  •  Nach dem Aufstellen der Schränke verbleibt etwas über 1,20m Platz zwischen diesen, welcher absolut ausreichend ist. Viel weniger Platz sollte man aber auch nicht einplanen (also ein Rohbaumaß zwischen 2,40m und 2,50m).
  • Das Schranksystem “Pax” von Ikea hat sich als die richtige Wahl herausgestellt, wenn man die Flexibilität betrachtet. Die Tiefe der Ankleide konnte durch die verschiedenen Schrankbreiten gut ausgenutzt werden, die Höhe der Schränke mit fast 2,40m passt sehr gut und auch die Inneneinrichtung kann so gewählt werden wie man es möchte. Das Verhältnis von Preis und Leistung ist hier schon schwieriger zu beurteilen. So ein Schrank ist nicht günstig und man erhält sicher zu gleichem Preis ähnliche Schränke, allerdings ist man da meistens an eine feste Inneneinrichtung gebunden. Der Eindruck der Qualität dagegen ist gemischt. Die fertig aufgebauten Schränke sehen sehr gut aus und machen – wenn diese miteinander verbunden sind – auch einen sehr stabilen Eindruck. Einzeln würde ich einen Schrank aber nicht aufstellen wollen (trotz ausreichender Befestigung der Rückwand wird ein einzelner Schrank nicht stabil genug) und auch von der Verwendung der 100cm breiten Korpussen haben wir Abstand genommen, Fachböden in dieser Breite hingen schon im Einrichtungshaus leicht durch. Das man allerdings nur die Hälfte der gelieferten Schränke aufbauen konnte da Einzelteile defekt waren oder gar nicht geliefert wurden ist mehr als ärgerlich, zumal man im Einrichtungshaus nicht mal auf eine mögliche Erstattung der Fahrtkosten hingewiesen wird (hiervon haben wir erst im Nachhinein erfahren, eine nachträgliche Erstattung der Kosten ist – natürlich – nicht möglich). 16 Einzelteile mussten getauscht werden, wir waren froh, nicht sofort auf die Schränke angewiesen sein zu müssen.

Ein Schrank wird noch seinen Platz im Arbeitszimmer finden müssen und auch dieser wird ein Pax werden, denn die freie Auswahl der Inneneinrichtung und der gesamten Schrankbreite sprechen nun mal für das System (dieses “erkauft” man sich dann auch durch einen vielleicht etwas höheren Preis). Fest steht aber noch nicht ob dieser wieder geliefert wird, denn es ist nicht auszuschließen das einige der Fachböden beim Transport beschädigt wurden und auch die unvollständige Lieferung war schade. Auf jeden Fall wird der Aufbau nicht am Wochenende stattfinden, denn dieses braucht man – nach unserer Erfahrung sehr wahrscheinlich – um fehlende oder beschädigte Teile im Einrichtungshaus zu holen oder zu tauschen (und dieses Mal dann auch mit Erstattung der Fahrtkosten).

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